3. NARZ/AVN-Apothekentreff


Volles Haus bei NARZ/AVN und aposoft in Bremen
Thema „securPharm“ war vielen Apothekern zentrales Anliegen

Nahezu 300 Pharmazeuten aus allen norddeutschen Ländern sowie Nordrhein-Westfalen fanden ihren Weg – über den eigens für sie ausgerollten roten Teppich – auf das Gelände des Norddeutschen Apothekenrechenzentrums (NARZ/AVN) in der Hansestadt. Und dort hatten die Veranstalter aufgeboten, was die Dienstleistungen rund um die Apotheke ausmacht. Da fühlte sich mancher Gast „schon fast wie auf einer kleinen Expopharm“.

Die Palette der Aussteller reichte vom Pharmagroßhandel über den Apothekeneinrichter, Spezialisten für Bargeldmanagement oder Kommissioniersysteme bis hin zum Apothekensoftwarehaus beziehungsweise zum Hersteller für Naturmedizin. Darüber hinaus wurden Fachvorträge zu Themen wie „securPharm“ oder „Datenschutzgrundverordnung“ angeboten. Wer mochte, konnte außerdem das Herz des Rechenzentrums besuchen und beispielsweise die Rezeptscanner (selbstverständlich mit Dummys bestückt) in Aktion bewundern.

Neben vielen für den Apothekenbetrieb interessanten Gesprächen entwickelte sich auch das ein oder andere private Gespräch. Die lukullische Seite kam ebenfalls nicht zu kurz. Das Echo der Besucher dürfte die Veranstalter für ihre Mühe entlohnt haben. „Ich habe mir den Weg zur Expopharm nach München gespart, konnte hier alles erfahren, was ich wissen wollte. In zwei Jahren bin ich wieder dabei“, so ein Apothekeninhaber. 

securPharm

Ein Thema interessierte die Gäste besonders: „securPharm“. Dabei handelt es sich um eine Initiative des deutschen Arzneimittelvertriebs, um Patienten vor gefälschten Arzneimitteln in der legalen Lieferkette zu schützen. Sie wird von der ABDA mitgetragen und basiert auf der von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) beschlossenen Fälschungsschutzrichtlinie 2011/62/EU. Danach müssen ab Februar 2019 Rx-Arzneimittel vom Hersteller mit einem Data-Matrix-Code versehen und in der Apotheke „ausgebucht“ werden. Das erläuterte Apotheker Christian Krüger, Geschäftsführer der ABDA-eigenen Netzgesellschaft Deutscher Apotheker (NGDA), in seinem Vortrag beim 3. NARZ/AVN-Apothekentreff.

Um an securPharm teilzunehmen, ist ein Zugang zu den von der NGDA betriebenen securPharm-Apothekenservern notwendig. Hierzu kann man sich auf der Internetseite www.ngda.de registrieren. Eine weitere Voraussetzung sind 2D-Scanner, die den Data-Matrix-Code an den Kassenarbeitsplätzen auslesen können.

Falls in der Apotheke bereits 2D-Scanner vorhanden sind, muss deren Kompatibilität geprüft werden. Das geht beispielsweise beim Warenwirtschaftssystem aposoft so: Man startet den securPharm-Scannertest und scannt den Barcode, der auf dem Bildschirm erscheint. Daraufhin erfolgt eine Rückmeldung, ob der Scanner geeignet ist. Apotheken, die derzeit keine 2D-Scanner im Einsatz haben oder deren Scanner mit dem securPharm-Verfahren nicht kompatibel sind, sollten sich mit ihrem Softwarehaus in Verbindung setzen.

Aktuell sind die securPharm-Prozessauswirkungen in den Warenwirtschaftsprogrammen noch nicht endgültig definiert. Sobald es Änderungen gibt, werden die Softwarehäuser diese veröffentlichen. PRISMA (aposoft) beispielsweise unter http://securpharm.aposoft.de.

Wenn Sie mehr über securPharm erfahren möchteninfo@ngda.de

Impressionen 3. NARZ/AVN-Apothekentreff