Studie: GKV droht ab 2014 rote Zahlen
23.02.12 | GesundheitssystemBERLIN – Derzeit schwimmt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) im Geld. Damit soll es 2014 vorbei sein. Bis dahin sind die Rücklagen der Kassen aufgebraucht. Am Ende des Jahres 2014 droht ihnen ein Defizit von neun Milliarden Euro – und den Versicherten neue Zusatzbeiträge, die sich im Durchschnitt auf 15,50 Euro pro Monat belaufen dürften. Das hat die Unternehmensberatung McKinsey errechnet, wie „Spiegel Online“ meldet.
Dieser Darstellung widersprechen andere Prognosen. So hat beispielsweise das Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) ebenfalls aktuell hochgerechnet, dass die GKV weiterhin Überschüsse erzielt: 2012 rund 5,7 Milliarden und 2013 zirka 1,8 Milliarden Euro. Ende 2013 werde die GKV-Finanzreserve dieser Rechnung zufolge stattliche 20 Milliarden Euro betragen.
Der wesentliche Unterschied zwischen der IfW-Berechnung und der von McKinsey: Die Unternehmensberater gehen von einer pessimistischeren wirtschaftlichen Entwicklung aus, als die Wirtschaftswissenschaftler.
