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15.05.2012

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14.05.2012

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14.05.2012

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11.05.2012

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Arzneiverordnungen: Fehlerrate sinkt, wenn der Apotheker berät

22.02.12 | Ärzte / Apotheker

 

BERLIN – Eine randomisierte Studie belegt: Die Fehlerrate von Hausärzten bei den Arzneimittelverordnungen wird durch die Beratung eines Apothekers deutlich gesenkt. Diese Studie wurde von der Fachzeitschrift „The Lancet“ (2012: doi: 10.1016/S0140-6736(11)61817-5) veröffentlicht. In einem dazugehörigen Editorial wird allerdings bezweifelt, dass sich dieses Verfahren kostenneutral umsetzen lässt. Der im „Lancet“ veröffentlichte Beitrag wurde vom „Deutschen Ärzteblatt“ aufgegriffen.

Der Studie zufolge kommt es bei sieben von 100 Hausarztpatienten wenigstens einmal im Jahr zu vermeidbaren Arzneimittelnebenwirkungen – wobei einige Fehler immer wieder auftreten. So beispielsweise die Verordnung von nicht-selektiven Antiphlogistika (NSAID) ohne Gastroprotektion bei Patienten mit einem Magenulkus in der Vorgeschichte.

Auch die Verordnung von Betablockern an Asthmapatienten sollte unterbleiben, heißt es in dem Bericht weiter. Bei älteren Patienten mit eingeschränkter Nierenschwäche sollte die Verordnung von ACE-Hemmern beziehungsweise Schleifendiuretika nicht ohne ein Monitoring von Nierenfunktion und Elektrolyten erfolgen.

Ein Team der Universität Nottingham untersuchte, ob eine intensive Beratung durch einen Apotheker die Häufigkeit dieser drei Fehler senken kann. Dafür wurden 72 Hausarztpraxen auf zwei Interventionen randomisiert. In der einen Gruppe erhielten die Ärzte von ihrer Praxissoftware eine Rückmeldung, wenn sie einen der drei genannten Fehler begangen hatten, in der zweiten Gruppe erhielten sie ebenfalls einen Warnhinweis der Software, dem sich allerdings eine Beratung durch einen Apotheker anschloss. Thematisiert wurden der Medikationsfehler sowie die Möglichkeiten, wie sich dieser in Zukunft vermeiden lässt.

Diese zusätzliche Betreuung hatte eine deutliche Reduktion der Fehlerrate zur Folge: NSAID wurden zu 42 Prozent seltener ohne Magenprotektion verschrieben, Asthmapatienten erhielten zu 27 Prozent seltener Betablocker, und bei der Verordnung von ACE-Hemmern und Schleifendiuretika wurden die Labortests zu 49 Prozent seltener vergessen. Alle Unterschiede waren statistisch signifikant. Der Zeitaufwand für den Apotheker: zwei Stunden pro Woche.