Jeder Vierte starb 2010 an Krebs
06.02.12 | StatistikWIESBADEN – In Deutschland starben im Jahr 2010 insgesamt 218.889 Menschen an den Folgen einer Krebserkrankung (bösartige Neubildung), davon 118.202 Männer und 100.687 Frauen. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Weltkrebstages weiter mitteilt, war Krebs damit bei einem Viertel aller Todesfälle (858.768) die Todesursache.
Wie schon in den Vorjahren war Lungen- und Bronchialkrebs mit 42.972 Fällen die insgesamt am häufigsten festgestellte Krebsart mit Todesfolge. Danach folgte Brustkrebs mit 17.573 Gestorbenen. An dritter und vierter Stelle standen Krebserkrankungen des Dickdarms mit insgesamt 17.161 Fällen (2,0 Prozent) und der Bauchspeicheldrüse mit 15.488 Fällen (1,8 Prozent).
Die bei Männern häufigste Krebsart mit Todesfolge war Lungen- und Bronchialkrebs mit 29.357 Gestorbenen. Das waren insgesamt 7,2 Prozent aller männlichen Sterbefälle. Bei den Frauen dominierten Brustkrebserkrankungen. 17.466 Frauen erlagen 2010 dieser Krebsart; 3,9 Prozent aller weiblichen Gestorbenen.
Nahezu ein Viertel (23 Prozent) aller an Krebs verstorbenen Personen war jünger als 65 Jahre. In der Altersgruppe der 45- bis 65-Jährigen war eine Krebserkrankung mit einem Anteil von 41,6 Prozent an allen Sterbefällen die bedeutendste Todesursache. In der Altersgruppe der ein- bis unter 15-Jährigen war Krebs die häufigste natürliche Todesursache. 2010 erlagen 192 Kinder einem Krebsleiden; 16,5 Prozent aller gestorbenen Kinder dieser Altersgruppe.
