Säumige Beitragszahler: GKV verbucht Milliardenschaden
03.02.12 | KrankenkassenBERLIN – Wegen der schlechten Zahlungsmoral hatten die privaten Krankenversicherer kürzlich ein Loch von über 550 Millionen Euro in ihren Kassen beklagt. Säumige Beitragszahler verhageln aber auch den gesetzlichen Versicherungen (GKV) die Bilanz. Einem Bericht der „Ruhr Nachrichten“ zufolge summiert sich der Schaden (Stand: Ende 2011) auf über 1,2 Milliarden Euro. Das wurde vom GKV-Spitzenverband gestern bestätigt.
Die Zeitung meldete, dass bereits im August letzten Jahres 638.000 Versichertenkonten Rückstände von mehr als einer Milliarde Euro aufgewiesen hätten. Dazu zählten 108.000 Konten von Mitgliedern, die nach Einführung der Versicherungspflicht in die GKV zurückgekehrt waren. Weitere 530.000 Beitragskonten von freiwillig Versicherten – hauptsächlich Selbstständige – seien überdies nicht ausgeglichen gewesen, so die „Ruhr Nachrichten“. Diese Angaben soll der GKV-Spitzenverband dem Bundesgesundheitsministerium bereits in einem Schreiben vom Oktober 2011 mitgeteilt haben.
