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16.05.2012

Gesundheitsausschuss vertagt sich – und das Thema Apothekenhonorare

BERLIN – Ursprünglich sollte am 23. Mai die Anhörung zur AMG-Novelle – und mit ihr zugleich das...

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15.05.2012

KV-Kooperation fordert Dispensierrecht für Ärzte im Notdienst

BERLIN – Erst ging es um die Palliativversorgung, jetzt um den Nacht- und Notdienst generell. Mit...

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14.05.2012

Linke fordert Begrenzung des Versandhandels auf rezeptfreie Arzneimittel

BERLIN – Die Fraktion Die Linke will den Versandhandel auf nicht verschreibungspflichtige...

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14.05.2012

Länder akzeptieren Approbationsordnung für Ärzte nur mit Auflagen

BERLIN – Wie zuvor bei der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) hat der Bundesrat nun auch bei der...

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11.05.2012

Gesundheitsausschuss berät Honoraranhebung für Apotheker und Rx-Versandverbot

BERLIN – Im Rahmen der AMG-Novelle wird der Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages am 23....

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Versandapotheken: Für den Notfall nicht geeignet

02.02.12 | Hintergrund / Apotheken

 

KÖLN – Seit 2004 ist es in Deutschland erlaubt, Arzneimittel im Rahmen des Versandhandels zu vertreiben. Internetapotheken aus dem In- und Ausland machen hiervon regen Gebrauch: Fast 3.000 Apotheken in Deutschland haben eine Versandhandelserlaubnis. Insgesamt erzielen sie einen Umsatz von rund 1,3 Milliarden Euro – Tendenz steigend. Das große Geschäft machen aber nur wenige: Schätzungen zufolge entfallen mehr als 90 Prozent des Umsatzes auf etwa 50 Versandapotheken, viele davon aus dem Ausland.

Konsumenten nutzen die Versender insbesondere bei Wiederholungskäufen und zur Bevorratung. Zudem kaufen sie dort häufig Produkte aus dem Ergänzungssortiment wie beispielsweise Kosmetika. Wenn es aber um Beratung und Akutversorgung geht, zieht es auch Versandhandelskunden in die Apotheken vor Ort.

Doch gerade Präsenzapotheken leiden unter Umsatzeinbußen, die durch den neuen Vertriebskanal hervorgerufen werden und Umsatzrückgänge lassen sich nicht immer ausgleichen. Insbesondere kleinere Apotheken müssen schließen oder können nur als Filialapotheken fortgeführt werden. Dies hat auch ernst zu nehmende Folgen für die Arzneimittelversorgung: „Werden Vor-Ort-Apotheken aus dem Markt gedrängt, fallen gegebenenfalls in einigen Gebieten zentrale Versorgungsleistungen weg“, so Studienleiter Dr. Markus Preißner.

Im Vergleich zum gesamten Apothekenumsatz weist der Versandhandelsumsatz laut IFH-Studie ein überdurchschnittliches Wachstum auf: Während die klassische Vorort-Apotheke seit 2000 einen jährlichen Umsatzzuwachs von durchschnittlich knapp vier Prozent realisieren konnte, sind die Versandhandelsumsätze seit 2004 um jährlich knapp 35 Prozent gestiegen. Tendenziell nehmen die Wachstumsraten aber deutlich ab. So lag das jährliche durchschnittliche Wachstum zwischen 2008 und 2010 bei knapp 17 Prozent.

Wachstumstreiber sind vor allem rezeptfreie Medikamente und sonstige apothekentypische Produkte des Ergänzungssortiments. Hier erzielen Versandapotheken mittlerweile einen Marktanteil von jeweils rund zehn Prozent. Bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln hingegen liegt ihr Marktanteil unter einem Prozent.

Auch wenn viele Verbraucher immer häufiger Arzneimittel im Internet bestellen – auf die Apotheke vor Ort verzichten möchten sie nicht. So stufen 93 Prozent der deutschen Bevölkerung die Präsenzapotheke als unverzichtbar ein. Pluspunkte sammelt diese vor allem bei klassischen Apotheken-Aufgaben: dem Einlösen von Rezepten, der Selbstmedikation, den Nacht- und Notdiensten sowie der Beratung zu Medikamenten, Beschwerden und allgemeinen Gesundheitsfragen. Diese Ansicht teilen auch Versandhandelskunden: Bei Beratungsbedarf oder wenn Arzneimittel kurzfristig benötigt werden, ziehen der IFH-Studie zufolge über 80 Prozent von ihnen die Präsenzapotheke der Versandapotheke vor.