Bahr zu ApBetrO: BMG war immer gegen eine „Apotheke light“
02.02.12 | PolitikBERLIN – Das Bundeskabinett hat die Novelle der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) in seiner gestrigen Sitzung erwartungsgemäß gebilligt. Damit wird die Vorlage nun dem Bundesrat zugeleitet, der der Verordnung ebenfalls zustimmen muss. Mit der Novelle sieht Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) die Rolle und Bedeutung der inhabergeführten Apotheke „eindeutig“ gestärkt. Das betonte er gegenüber „DAZ.online“, dem Internetportal der „Deutschen Apotheker Zeitung“.
Bahr ging dabei auch auf die zuletzt vorgenommenen Änderungen hinsichtlich der zunächst vorgesehenen Privilegierungen von Filialapotheken ein. Sein Ministerium sei immer gegen eine „Apotheke light“ gewesen. Auch die vorgesehenen „Erleichterungen“ für Filialapotheken hätten „niemals eine ‚Apotheke light‘ zur Folge gehabt“, behauptete der Politiker. Er habe sich letztlich anders entschieden, weil er „die Sorge akzeptiert, dass dies zu unterschiedlichen Wettbewerbssituationen zwischen Filial- und Einzelapotheken hätte führen können. Wir haben das zwar nicht so gesehen. Aber jeder Politiker, der nur stur etwas durchboxen will, wird seiner Aufgabe nicht gerecht. Ich habe die Argumente abgewogen und diesem, wie ich glaube, vernünftigen Kompromiss zugestimmt“, so Bahr zu „DAZ.online“.
