AOK-Chef: CDU/CSU Papier ist Wahlgeschenk für Apotheker und Industrie
27.01.12 | PolitikBERLIN – Vor einem „Aufweichen“ der Nutzenbewertung neuer Arzneimittel hat der Vorstand des AOK-Bundesverbandes, Uwe Deh, gewarnt. Mit dem Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes habe die Koalition von CDU/CSU und FDP Mut bewiesen. Erstmals können die Kassen damit „bei neuen Medikamenten die Spreu vom Weizen trennen“, stellte Deh fest.
Ebenso bemängelte Deh den Vorschlag der CDU/CSU-Fraktion, den Apothekenabschlag ab 2013 abzusenken. „Die Bundesregierung selbst hat den Abschlag mit dem AMNOG erst vor einem Jahr auf 2,05 Euro heraufgesetzt. Ein Absenken auf 1,75 Euro würde die Beitragszahler jedes Jahr einen dreistelligen Millionenbetrag kosten. Das sieht sehr nach einem Geschenk für die Apotheker im Wahljahr 2013 aus“. Insgesamt lese sich das jetzt bekannt gewordene Positionspapier der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zur AMG-Novelle (dieser Dienst berichtete) „wie eine Wünsch-dir-was-Liste der Pharmaindustrie und der Apotheken-Lobby“ kritisierte Deh.
