Cannabis: Aufklärung und Drogenprävention statt Legalisierung
26.01.12 | ÄrzteBERLIN – „Aufklärung und Drogenprävention statt Freigabe von Cannabis“, fordert der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery. Der Antrag der Linken im Gesundheitsausschuss des Bundestages, den Anbau und den Konsum über sogenannte Cannabisclubs zu legalisieren, widerspreche einem wirksamen Gesundheitsschutz.
Der Drogenkonsum könne zu massiven akuten wie auch chronisch gesundheitlichen Schädigungen führen. „Eine Legalisierung dieser Einstiegsdroge kann die schädliche Entwicklung noch fördern“, erläuterte Montgomery. Aktuellen Zahlen zufolge betreiben etwa 600.000 Menschen in Deutschland Cannabismissbrauch oder sind von Cannabis abhängig.
Auch für den medizinischen Eigenbedarf sei eine Legalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis nicht zielführend, so Montgomery weiter. „Lediglich bei Patienten, die an einer Erkrankung leiden, bei der der Nutzen von Cannabisprodukten wissenschaftlich nachgewiesen ist, kann eine Therapie mit Extrakten der Hanfpflanze sinnvoll sein.“
