Falschmeldungen: GKV und nicht Hersteller für Zuzahlungswelle verantwortlich
02.09.10 | ArzneimittelmarktBERLIN – Als Falschmeldung wiesen der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller sowie der Branchenverband Pro Generika Presseberichte zurück, wonach die Hersteller für rund 3.000 Medikamente die Preise erhöht hätten und somit dafür verantwortlich seien, dass die Patienten Zuzahlungen leisten müssen.
Richtig sei vielmehr, dass die seit dem 1. September zusätzlich anfallenden Zuzahlungen bei Medikamenten auf einer Entscheidung der Krankenkassen beruhen. Denn diese bestimmten alleine die Preisgrenze, ab der für ein Arzneimittel eine Zuzahlung fällig werde. Und genau diese Preisgrenze wurde von den Krankenkassen für besagte 3.000 Arzneimittel zum 1. September so stark abgesenkt, dass seither wieder eine Selbstbeteiligung für die Versicherten anfalle.
Richtig sei zudem, dass die Hersteller für die betreffenden Arzneimittel die Preise nicht angehoben hätten. Somit liege die Verantwortung für die Mehrbelastungen durch Medikamentenzuzahlungen bei den Krankenkassen und nicht bei den Herstellern.
